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Notarielle Tätigkeit

Bild von links: 

Dr. Matthias Conradi, Notar in Ober-Ramstadt; Peter Andreas Müller Notar in Frankfurt am Main; Dr. Stefanie Hitschmann, Notarin in Griesheim; Gabriele Preuß, Notarin in Pfungstadt; Dr. Thomas Milde, Notar in Darmstadt; Ralph Klinkel, Notar in Darmstadt

Was ist ein Notar?

Ein Notar wird als unabhängiger Träger eines öffentlichen Amtes für die Beurkundung von Rechtsvorgängen und andere Aufgaben auf dem Gebiet  der vorsorgenden Rechtspflege bestellt. In Hessen werden hierzu ausschließlich Rechtsanwälte als Notare zu gleichzeitiger Amtsausübung neben dem Beruf des Rechtsanwalts bestellt (Anwaltsnotare).

Wann zum Notar?

  • Beurkundungen jeglicher Art (Eheverträge, Erbverträge, Immobilienverträge, Schenkungsverträge, Testamente, Patientenverfügungen, Vorsorgevollmachten, Scheidungsfolgenvereinbarungen, Versammlungsbeschlüsse, Gründung sowie Umgestaltung einer Gesellschaft, etc.)
  • Vollstreckbarerklärung von privaten Urkunden, Anwaltsvergleiche und Schiedssprüche mit vereinbartem Wortlaut
  • Beglaubigung von Unterschriften, Handzeichen und Abschriften
  • Abnehmen von Eiden und eidesstattlichen Versicherungen
  • Erstellen von Vermögensverzeichnissen
  • Vermittlung von Nachlassauseinandersetzungen und Gesamtgutauseinandersetzungen
  • Beratung in Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit 

Warum zum Notar?

  • unparteiliche Beratung über die rechtliche Tragweite des beabsichtigten Rechtsgeschäfts
  • Darstellung konfliktfähiger Punkte
  • Entwurf des Urkundstextes nach den Bedürfnissen der Beteiligten
  • Vollzug der Urkunde (z.B. Eintrag im Handelsregister oder im Grundbuch)

Wozu notarielle Urkunde?

  • Funktion der Beweissicherung
  • Vollstreckungswirkung als Sicherungsmittel für Kreditaufnahme und Durchsetzung vertraglicher Zahlungspflichten
  • Wirkung wie eine gerichtliche Entscheidung

Was kostet der Notar?

Der Notar erhebt Gebühren und Auslagen für seine Tätigkeit nach Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG).  Den Notaren ist es verboten, höhere als die gesetzlich vorgeschriebenen Gebühren zu verlangen. Es ist ihnen aber auch umgekehrt nicht gestattet, auf die gesetzlich vorgesehenen Gebühren ganz oder teilweise zu verzichten. Kostenschuldner ist jeder, der die Tätigkeit des Notars veranlasst hat, bei der Beurkundung von Rechtsgeschäften insbesondere jeder Teil, dessen Erklärung beurkundet ist.

Die Höhe der konkret in einem Fall entstehenden Gebühren richtet sich grundsätzlich nach dem Gegenstandswert des Geschäfts, das beurkundet wird, dem sog. Geschäftswert. Ist der Wert ermittelt, kommen verschiedene Gebührensätze zum Tragen. 

Weitere und ergänzende Informationen zum Notariat finden Sie auf den Seiten der Bundesnotarkammer.